Masters-Schwimmer der SG Rhein-Erft-Köln kehren mit Medaillen aus Südkorea zurück
Torsten Kaiser
Bei den Schwimmweltmeisterschaften der Altersklassen-Aktiven („Masters“) vom 12.-18. August in Gwangju/Südkorea zeigten sich Britta Simonis und Torsten Kaiser (beide AK50-54) in überragender Form.
Thorsten Kaiser ließ über 50m Rücken die gesamte internationale Konkurrenz hinter sich und schwamm in 0:29,76min. zu Gold und Weltmeister-Titel. Dabei stellte er auch einen neuen deutschen Altersklassen-Rekord auf. Über 100m Rücken schlug er nach 1:05,93min. als Zweiter an und sicherte sich die Silbermedaille. Einen weiteren deutschen AK-Rekord verpasste er nur um wenige hundertstel Sekunden. Abrunden konnte er seine Ergebnisse mit einem guten 12. Platz auf seiner „Nebenstrecke“ 50m Schmetterling.
Britta Simonis konnte sich über 50m Freistil weit nach vorne schwimmen: Mit Platz 4 (0:30,15min.) gehört auch sie zu den weltweit besten Schwimmerinnen ihrer Altersklasse. Einen 10. Platz holte sie zudem über 100m Freistil in 1:09,09min.
Britta Simonis und Torsten Kaiser
Damit bewiesen die beiden Aktiven aus dem Team um Trainerin Sylke Hindrichs, dass sie auch international auf höchstem Niveau schwimmen. Bereits in der Vergangenheit konnten die Erftstädter Schwimmer Medaillen und Titel auf Masters-Meisterschaften erringen.
6 Mannschaften schickte der WSF-Liblar ins Rennen auf die Deutsche Meisterschaft nach Brandenburg an der Havel. Kein Team ging schlechter als mit dem 5. Platz nach Hause.
Den größten Erfolg konnte die erste Herrenmannschaft verzeichnen: Sie konnten den Titel des Vorjahres Verteidigen. Nachdem sie bereits die Tabelle der ersten Bundesliga anführten hatten sie eine sehr gute Ausgangsposition. Zusammen mit den beiden Gastspielern aus Frankreich (Christophe Belat) und aus Holland (Mats Pel) konnten die Liblarer Herren zunächst gegen RSV Hannover die Playoffs gewinnen. Auch gegen den zweiten Gegner aus Essen, den KGW Essen konnten die Liblarer mit den erfahrenen Spielern Jonas Vieren, Dennis Witt, Marco Hoppstock, Felix Eikmeier, Niklas Bresser und Svante May zwei Siege verbuchen. Nun trafen die Erftstädter auf einen starken MKC aus Duisburg im Finale. Auchin dieser Begegnung konnten sich die liblarer Herren souverän durchsetzen und nach zwei Begegnungen den Titel des Deutschen Meisters erneut holen.
Eine weitere starke Mannschaft ist die Jugend des WSF Liblar. Mit einer Dame (Nina Hachenburg) und Kapitänin im Team hatten die jungen Sportler große Chancen auf den Titel. In der Vorrunde trafen sie jedoch auf den „Respekt“-Gegner vom TUS Warfleth. Nachdem dieser bereits früh in Führung ging, war der Kampfgeist der Jugendlichen gebrochen. Nicht nur der Teamgeist, sondern besonders die Psyche spielen in diesem Mannschaftssport eine sehr große Rolle. Die Jugendlichen hatten als Gruppenzwieter zwar noch die Chance, das Halbfinale zu erreichen, allerdings trafen sie auf die Spieler des MKC aus Duisburg, die sich keinen Punkt nehmen ließen. So konnten die Jugendlichen einen glücklichen dritten Platz verbuchen.
Die Spieler der Herren U21 trafen in der Vorrunde zweimalig auf einen starken Gegner, den KRM Essen, der schließlich deutscher Meister wurde. Dennoch haben die jungen Spieler dem Gegner gezeigt, dass sie nicht aufgeben. So konnten die jungen Herren den vierten Platz für sich klar machen.
Ebenfalls den vierten Platz erreichte die 2. Herrenmannschaft in der 4. Bundesligaspielklasse. Diese Mannschaft setzte sich zusammen aus erfahrenen Spielern und ehemaligen und hobby-Spielern aus der Mixed Mannschaft, den Pink Paddles. Hier zeigte sich, dass eine solche Mischung durchaus erfolgreich sein kann, da auf dem Liblarer See nicht nur Gender- sondern auch Generationenübergreifend trainiert wird und offen für neue Konstellationen und Wege ist.
Den 5. Platz belegten die Damen, die so ihre Berechtigung in der 1. Bundesligaklasse erfolgreich verteidigen konnen. Die Spielgemeinschaft mit den Damen vom KKP Bergheim hatte sich für diese Saison zusammengefunden und war Erfolgreich.
Auch die Schüler erreichten den 5. Platz und konnten sich unter 14 Gegnern behaupten. Das ist eine sehr gute Leistung, wenn man berücksichtigt, dass die Mannschaft sich aus vier erfahrenen und drei sehr jungen und neuen Spielern zusammensetzte. Hier konnte sich besonders Justus Faßbender mit seiner Leistung hervorheben.
Einige wichtige Herausforderungen stehen für ein paar auswahlspieler noch bevor: Die Europameisterschaft wird in Coimbra (Portugal) vom 28.08.19 bis zum 01.09.19 ausgetragen. Dort werden vom WSF Liblar insgesamt 4 Sportler teilnehmen: Jonas vieren und Dennis Witt für die Herren Nationalmannschaft, Svante May für die Herren U21-Nationalmannschaft und Nina Hachenburg für die Damen U21 Nationalmannschaft.
Die Championsleague wird auf Sizilien ausgetragen, dort nehmen die ersten beiden Mannschaften der 1. Bundesligatabelle teil, somit auch das Herren Team des WSF-Liblar.
Auf Landesebene werden drei Liblarer Sportler im NRW-Kader spielen: für die Schüler Justus Faßbender, für die Jugend Henning May, für die Herren U21 Julius Helm und für die Damen U21 Nina Hachenburg. Der Ländervergleichskampf wird vom 28. bis 29. September in Hamburg ausgetragen.