Alternative zum Kunstrasen – Umbau vom Aschenplatz in einen Winterrasenplatz

Viele Fußballvereine im Rhein-Erft Kreis wollen ihren Aschenplatz in einen Kunstrasenplatz umbauen. Kosten ca. 500.000.Doch die Kommunen haben immer weniger Geld. Für die schon bestehenden Kunstrasenplätze gibt es Probleme wegen eines womöglich drohenden Granulatverbotes, auch die Entsorgungskosten
werden weiter steigen. Beim Bau werden diese gar nicht mit einkalkuliert. Es gibt mehr als 1.000 Kunstrasenplätze in Deutschland, die in zehn Jahren entsorgt werden müssen. Kunstrasen ist Sondermüll. Pro Platz rund 7000qm „Rasenteppich“

Fläche Fußballfeld Standardgröße
Länge: 105 m
Breite:     68m
Fläche: 7140qm

Bei der Entsorgung und Sanierung werden alle zwölf Jahre  ca. 250.000 Euro fällig.

Die kleineren Vereine klagen ständig über sinkende Mitgliedszahlen, weil kaum einer mehr auf einem Aschenplatz spielen möchte. Der Kreissportbund Rhein-Erft und der Stadtsportverband Erftstadt haben zu diesem Thema recherchiert und eine sehr kostengünstige  Alternative gefunden.

In Süddeutschland werden inzwischen fast ausschließlich sogenannte Winterrasenplätze gebaut. Die Baukosten variieren zwischen 120.000 und 180.000 Euro. Sie sind abhängig von der Beschaffenheit des vorhandenen Aschenplatzes. Vor jeder Baumaßnahme ist deshalb erst ein Bodengutachten von Dr. Mehnert erforderlich.

Zur Person:
Dr. Mehnert ist Rasensachverständiger und berät Bundesligavereine in Rasenfragen.
In den 70iger Jahren war er unter anderem für den Rasen in der Allianz Arena in München verantwortlich. Als Agraringenieur hat er dann in einem biochemischen Unternehmen gearbeitet und sich in den 90iger Jahren als Sachverständiger für Golf und Sportrasen selbständig gemacht.

Der von ihm entwickelte „Winterrasenplatz“ ist nach seiner Aussage wesentlich strapazierfähiger als ein normaler Rasenplatz und die Umbaumethode unter Nutzung der vorhandenen Asche ist sehr kostengünstig.

Das Prinzip:
In die vorhandene Asche wird Spezialsand mit untergemischtem Mulch eingearbeitet. Dadurch wird eine wasserdurchlässige Schicht im Untergrund gebildet. Es muss entsprechend auch eine Dränage angelegt sein. Über dieser Grundschicht wird eine ca. 7cm dicke Erdschicht mit einem handelsüblichen Rasensamen aufgebracht. Dazu kommt ein besonderes Substrat. Zusätzlich muss eine Bewässerung auf dem Platz installiert werden. Der Boden hat einen geringen Humusanteil, stattdessen einen sandigen mineralischen Aufbau und dadurch die hohe Wasserdurchlässigkeit. Er braucht deshalb viel Wasser. Das Besondere gegenüber einem normalen Rasenplatz ist die Robustheit durch den speziellen Unterbau in Verbindung mit der Rasenmischung und Bewässerung. Durch den sehr wasserdurchlässigen Aufbau kann der Platz auch in der nassen Jahreszeit ( Frühjahr und Herbst) genutzt werden.

Der Umweltaspekt:
Kunstrasen stellt bei Verwendung von Gummigranulat eine hohe Umweltbelastung wegen der Verteilung von Mikroplastik in die Umgebung dar. Auch bei Nutzung von Quarzsand gelangt der reine Abrieb des Kunstrasen im Spielbetrieb in die Umwelt.

Winterrasen ein Naturprodukt und klimaregulierend mit uneingeschränkter Haltbarkeit. Die Ressourcen werden geschont.

In NRW wurden inzwischen schon einige Hartplätze umgebaut. TUS Baerl in Duisburg und TUS Eudenbach bei Königswinter sind zwei Vereine, die erfolgreich umgebaut haben und sich am Naturrasen erfreuen.

Hier der Artikel in der Sonntagspost:
https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/region/rhein-erft/winterrasen-kontra-kunstrasen-kreissportbund-bietet-eine-oekologische-alternative-an-33451642

Weitere Artikel zum Winterrasen:

https://www.fupa.net/berichte/vfr-ihringen-warum-clubs-auf-winterrasen-statt-auf-kunstrase-934669.html

http://www.sg-mudersbach-brachbach.de/index.php/spielstaetten/sportplatz-brachbach-n

http://sv-michelbach.de/platzumbau

https://www.sv-oberzissen.de/der-sv-oberzissen/sportanlage/

https://www.general-anzeiger-bonn.de/region/siebengebirge/koenigswinter/der-rasen-muss-clever-genutzt-werden_aid-42973893

https://www.kreiszeitung.de/sport/lokalsport/kreis-rotenburg/winterrasen-schlaegt-kunstrasen-12268263.html

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